Tag 11: Ich fühle mich wie der :-( Smiley

Marcel macht einen Videospiele-Detox und hört auf, seine geliebten Videospiele zu spielen. Kann das gut gehen? Hier geht es zum vorherigen Eintrag und zum nächsten Eintrag.

Ein Döner mit Allem

Ach ist doch alles Scheisse! Ich fühl mich echt… wirklich.. ober… verschissen! Und jetzt sag mir nicht, dass das an dem Döner Kebab liegt, den ich mir heute zum Abendessen reingepfeffert habe. Der war nämlich gut, seit langem habe ich mit meiner Frau und den zwei Kindern wieder mal einen gemeinsamem „Familienausflug“ in das nächste Einkaufszentrum gemacht gefolgt von einem „gemeinsamen Luxus-Abendessen“ beim örtlichen Kebab-Dealer. Aber sie müssen ja auch immer ne Extraportion rohe Zwiebeln reinhauen, oder?

Volle Kanne Entzugserscheinungen

Heute ist Freitag, und nach dem Kebab-Abendessen sind wir nach Hause, und rate mal, was ich den ganzen Abend dann getan habe.

Absolut gar nichts habe ich getan! Nach der obligatorischen Tanz-Show meiner kleinen Maus (verdammt süss!) bin ich um 20 Uhr ins Bett gegangen, weil mir einfach die Motivation fehlte, irgenwas zu tun. Und jetzt ist es 23:58 Uhr und ich sitze hier vor einer langen Nacht.

Am Mittwoch Abend haben mich die Entzugserscheinungen von meinem Videospiele-Detox voll getroffen. Bis dahin war alles einigermassen okay. Am Mittwoch Abend aber war ich plötzlich saumässig wütend auf alles, ohne ersichtlichen Grund. Wütend auf meine Frau, wütend auf meine Kinder, wütend auf die Arbeit… Es fühlte sich an, als hätte mein Gehirn jetzt realisiert, dass tatsächlich irgendetwas nicht mehr ist wie gewohnt. Verdammt, Marcel holt sich kein Dopamin mehr von seinen Videospielen? AAARRRGGGHHHHH!

Und kann mir jetzt bitte bitte mal jemand erklären, was normale Leute machen, wenn sie nicht Videospiele spielen?

Ich für meinen Teil laufe in der Wohnung hin und her wie ein Tiger. Und überlege mir, was ich machen könnte. Aber irgendwie fehlt mir dann doch die Kraft, etwas zu tun. Oder hättest Du gedacht, dass ich früher, am Höhepunkt meiner Videospiele-Leidenschaft, je auch nur ein einziges Mal um 20 Uhr ins Bett gegangen wäre?

Videospiele, Netflix oder Fernseher

Meine Frau und ich sehen die heutige Gesellschaft auf wenige Tätigkeiten zusammengeschrumpft. Denn was tut man jeden Abend bis man ins Bett muss?

  • Viele, besonders jüngere Menschen vergnügen sich (verständlicherweise) mit Videospielen
  • Meine Frau ist weiterhin Netflix verfallen – und auch das kann ich absolut verstehen. Netflix ist einfach super.
  • Ältere Semester schauen immer noch ihr geliebtes Fernsehen (inklusive obligatorischer Werbepausen, welche man heutzutage immerhin skippen kann, wenn man es einigermassen klug anstellt)
  • Ganz verrückte Naturen lesen vielleicht sogar ein Buch (ganz seltene Geschöpfe)

Ja okay, besonders seit die Corona-Regelungen wieder gelockert wurden, gehen viele wieder in das örtliche Irish-Pub und treffen ihr Kumpels. Aber irgendwie hat das oder der Alkohol nie meine autistische Ader getroffen – und der Reiz, neue Frauen kennen zu lernen verliert sich auch langsam bei vorhandener Ehefrau und zwei Kindern (was auch etwas Gutes hat).

Kein Ipad für die Kinder

Besonders stolz bin ich auf meine beiden Mädchen, welche jetzt mittlerweile 5 und 2.8 Jahre alt sind. Was ich ja in meinem vorherigen Blogeintrag nicht erwähnte, ist, dass wir Ihnen auch ihre geliebten Ipads und ihren Fernseher weggenommen haben.

Jaaaa ich weiss… Teufel, wie kannst Du nur! 😈

Hey nein, bevor Du mich auf den Scheiterhaufen verbannst, hör mir zu: Wenn meine Kinder am Morgen aufstehen und statt „Guten Morgen Papa“ sagen „Papaaaa darf Nina Fernseh schauen???“ und „Kannst Du mir bitte mein Ipad bringen?“ dann hört es auf für mich. Und ich würde mit jedem eine Wette eingehen, dass Millionen Eltern auf dieser Welt die genau gleichen Worte zu hören bekommen!

Blog schreiben hilft echt ein wenig

Sorry dass dieser Blog jetzt kein hochstehendes literarisches Erzeugnis geworden ist. Normalerweise probiere ich mit meinen Blog-Einträgen zu unterhalten und eine gewisse Spannung aufzubauen. Aber momentan fehlt mir dazu echt die Motivation. Ich vermisse mein Dark Souls, und ich probiere einfach, dieses abartige Experiment „Videospiele-Entzug im 21 Jahrhundert“ durchzuhalten.

Sei also bitte ein wenig nachlässig mit mir. Und wenn Du schon dabei bist, sei bitte auch nachlässig mit den Personen um Dich herum. Auf dieser Welt passierten nämlich viel zu viele unnötige Kriege, weil Menschen zuwenig Rücksicht aufeinander nehmen.

Bei dem Gedanken an meine Kinder (und ihren unfreiwilligen Ipad-Entzug) fange ich an, ein wenig zu lächeln. Aber mein Mund stinkt immer noch nach Zwiebeln, Darum suche ich mir jetzt einen Kaugummi.

2 Gedanken zu „Tag 11: Ich fühle mich wie der :-( Smiley

    1. Invest

      Hallo Noch1glaswein. Ehrlich gesagt habe ich mir kein festes Ziel vorgenommen. Es könnte gut sein, dass ich in 2-3 Wochen wieder zocke, da ich keine sinnvolle alternative Freizeitbeschäftigung gefunden habe. Ich denke aber, es würde mir gut tun, mal für eine längere Zeit nicht zu spielen, damit sich mein Hirn wieder „neu programmieren“ kann (ich stelle mir das so vor, dass sich das Gehirn vernetzt, je nachdem, was Du im Leben erlebst)

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