Ist Künstliche Intelligenz mittlerweile langweilig?

Der Optimist mit seiner Nachhaltigkeit

Ich habe das Ende der ersten Vorlesung in Künstlicher Intelligenz erreicht. Zu Beginn war die Aufgabe, die eigenen Gedanken zu KI in einem Blogeintrag niederzuschreiben (siehe Künstliche Intelligenz wird die Menschheit übernehmen). Nun, 14 Wochen später, soll ich mit meinen neu gewonnenen Erfahrungen erneut die Meinung zu diesem Thema niederschreiben.

Wie ich bereits im ersten Blogeintrag geschrieben hatte, bin ich ein extremer Optimist. Aber dieser Optimismus gilt nur jenen Themen, an die ich persönlich glaube. Themen, die meiner Meinung nach eine Nachhaltigkeit besitzen.

Künstliche Intelligenz > Bitcoin

Momentan gibt es einen grossen Hype zu Bitcoin/Kryptowährungen. Bei diesem Thema bin ich überhaupt nicht optimistisch, eher erinnert mich das aktuelle Treiben an ein Casino, bei dem schlussendlich einige Wenige als Gewinner – und die Meisten in Unterhosen hinauslaufen (Grüsse vom heutigen Kapitalismus). Kann Bitcoin wirklich nachhaltig wertvoll sein, wenn selbst mein Masseur mir dazu rät, unbedingt Bitcoin oder IOTA zu kaufen? 

Genau umgekehrt denke ich über das Thema Künstliche Intelligenz. Wenn ich im Internet dazu lese, habe ich das Gefühl, dass sich sehr viele intelligente Menschen mit dem Thema auseinandersetzen und substantielle Fortschritte erzeugen – Welche aber keinen riesigen Hype auslösen. Ich habe das Gefühl, diese Menschen sind grundsätzlich verschieden zu den Bitcoin Junkies, in dem sie tatsächlich die Welt verbessern wollen.

Bei KI sehe ich Python-Bibliotheken, die man kostenlos verwenden kann. Bei Bitcoin sehe ich einen unglaublichen Energieverbrauch (siehe Bitcoin verbraucht mehr Strom als 159 Länder – wirklich?). Würden Menschen, die sich mit KI beschäftigen, diesen Energieverbrauch billigen?

Künstliche Intelligenz ist Magie

In der Vorlesung haben wir verschiedene Agenten und das Thema Entscheidungsbäume / Decision Trees behandelt. Privat habe ich mich mit neuronalen Netzen beschäftigt. Hinter diesen Themen sehe ich absolut spannendes Material: Der Python Code, den ich noch optimieren kann! Die mathematischen Prinzipien, wie Gewichte aktualisiert werden! Das herrliche Zusammenspiel all dieser Komponenten, die es am Ende ermöglichen, Personen in Bildern zu erkennen oder verschiedene Tierarten zu identifizieren! Absolut spannend! 

Aber ich verstehe auch, warum Bitcoin zu Hype führt und KI eher nicht. Die Resultate in KI sind genial – aber der Weg dorthin bedeutet harte Arbeit. Mathematische und statistische Ansätze sind staubtrocken und man muss sich wirklich hineinknien, um diese Prinzipien zu lernen. Mit Bitcoin kann man reich werden – Und wer will das nicht? Schon immer hat die Geldgier den Menschen beeinflusst.

Ich werde mich auf jeden Fall weiterhin in KI hineinknien, mit dem Wunsch, dies früher oder später hauptberuflich zu tun. Ich werde mich weiterhin mit Gini-Impurity herumschlagen und hoffen, dass meine eigene Verwirrungsmatrix nicht zu gross wird.

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Ein Gedanke zu „Ist Künstliche Intelligenz mittlerweile langweilig?

  1. BHut

    Einer der brilliantesten Köpfe unserer Zeit schreibt seine Gedanken nieder um sie dem einfachen Proletariat zugänglich zu machen. Im Namen aller SVP-Wähler danke ich Ihnen dafür.

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